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Entlassungswelle an der Universidad Católica de Temuco

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Ungeachtet seiner (inter)nationalen Renommiertheit als Sozialwissenschaftler und eines mehrfach erfolgreichen Einwerbens von Drittmitteln erhielt Dasten Julián Vejar am 26. Januar 2021 ein Kündigungsschreiben der Universidad Católica de Temuco (UCT) mit der Begründung  der finanziell schwierigen Situation der Universität aufgrund der Corona-Pandemie. Neben Dasten Julian erreichte 18 weitere Angestellte der UCT eine solche schriftliche Kündigung. Die Betroffenen waren mehrheitlich gewerkschaftlich organisiert und kritisierten u.a. die mangelnde Demokratie bei den Gremienwahlen an der Universität im Jahr 2020. Die UCT brach mit den Kündigungen ihr Versprechen, keine Entlassungen vorzunehmen, dass sie angesichts des großen Einsatzes der Fachbereiches zur Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs unter Pandemie-Bedingungen gegeben hatte. Das Thematische Netzwerk Patagonien solidarisiert sich mit den Betroffenen der Kündigungswelle.

Anzeige Wald-Konzert

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hier ein Hinweis auf ein digital übertragenes „Wald-Konzert“ von Anahí Mariluan am 29.11.2020 (19.00h arg. Zeit / 23.00h deutsche Zeit). Einige von Ihnen/Euch kennen die Mapuche-Künstlerin und Musik-Ethnologin ja bereits durch ihre Vorträge und Konzerte in Jena im Rahmen des Thematischen Netzwerks „Patagonien“. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch ein online-übertragenes Konzert Euer/Ihr Interesse wecken würde – und denke, ein Konzert „en el bosque“ ist gerade für die überwältigende Musik der Mapuche-Cantora Anahí Mariluan ein ganz besonderer Rahmen und wird zum unvergesslichen Ereignis.

Prof. Dr. Claudia Hammerschmidt

CONCIERTO LIVE STREAMING HD
Sonntag 29 de November – 19 hs.
Ticketverkauf in Passline.
https://www.passline.com/eventos/concierto-en-el-bosque

Hackerangriff auf Liliana Ancalao

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Das internationale Forschungsnetzwerk „Transnationaler Wandel am Beispiel Patagoniens“, bestehend aus WissenschaftlerInnen aus neun argentinischen, chilenischen und deutschen Universitäten, verurteilt aufs Schärfste den Hackerangriff gegen die Mapuche-Lyrikerin Liliana Ancalao am 24. Oktober 2020, mit dem der Vortrag eines Gedichts in Erinnerung an das Massaker an 1.500 Arbeitern im Jahre 1921 in Patagonien verhindert wurde.

Hier finden Sie eine ausführliche Protestnote dazu.

Virtueller Workshop „Transnacionalidad, Cadenas de Valor y Conflictos Sociales en el Sur de Chile“ am 30. November 2020

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am 30. November 2020 von 14 bis 18.15 Uhr (in Deutschland) wird im Rahmen des soziologischen Teilprojekts des Thematischen Netzwerks Patagonien (DAAD) ein virtueller Workshop zu „Transnacionalidad, Cadenas de Valor y Conflictos Sociales en el Sur de Chile“ veranstaltet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen! DieWorkshopsprache wird Spanisch mit einigen englischen Elementen sein.

Hier das Programm.

Für die Teilnahme wird um eine formlose Anmeldung per E-Mail (An: johanna.sittel@uni-jena.de) bis zum 25.11.2020 gebeten.

Call Buchbeiträge „Cuestionamientos al modelo extractivista neoliberal desde el Sur. Capitalismo, territorios y resistencias“

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Für das Buch „Cuestionamientos al modelo extractivista neoliberal desde el Sur. Capitalismo, territorios y resistencias“ herausgegeben von Ximena Cuadra, Camila Ponce, Blaise Pantel, Dasten Julián und Cristian Alister werden Beiträge gesucht. Einsendeschluss ist der 30. November 2020.

Hier geht es zu weiteren Informationen.

Die Wissenschaftlerin der University of Sydney, Dr. Fernanda Peñaloza, wird an der Friedrich-Schiller-Universität einen Vortrag halten: Die Poesie der Mapuche-Frauen und der Kampf um territoriale und politische Autonomie

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Am 11. Dezember hält Dr. Fernanda Peñaloza in Jena einen Vortrag, in dem sie anhand von Gedichten von Mapuche-Frauen die Geschichte der kolonialen Gewalt gegen die Mapuche im Süden Argentiniens und Chiles diskutieren wird. Einige Beispiele dieser Geschichte sind: die Vertreibung von Familien, welche „illegal“ Land besetzen, Inhaftierungen oder im Extremfall die Ermordung von indigenen Aktivist_innen: Verbrechen, die von Regierungsbehörden ungestraft begangen werden. Angesichts dieser Situation ist es notwendig,  nach Prozessen der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Rekonfiguration zu fragen, insbesondere im Hinblick auf die Erfahrungen des Widerstands und der Konflikte der indigenen Völker. Im Ausdruck individueller oder kollektiver Handlungen stellen die Mapuche-Stimmen seit Jahrhunderten jene Wahrnehmungen in Frage, die verschiedene hegemoniale soziale Akteure über sie geschaffen haben.

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Soziale Protestwelle und Menschenrechtsverletzungen in Chile

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Im Rahmen der andauernden sozialen Proteste in Chile gegen die sozial-ökologische Ungleichheit im Land mit historischem Ausmaß (siehe dazu einen Beitrag von Jorge Rojas in elmostrador) kam es zu zahlreichen Menschenrechtsverletzungen durch Militär und Polizei. Diese wurden durch die Menschenrechtsorganisation in Chile (INDH) im Detail dokumentiert. U.a. erlitten durch den Einsatz von Gummigeschossen mehr als 200 Menschen schwere Augenverletzungen.

Nach mehreren Aufrufen, u.a. von Kolleg_innen in Temuco besuchte zwischen dem 6. und 11. November 2019 eine internationale Menschenrechtskommission Chile. Insgesamt wurden im Land inzwischen über 2500 juristische Verfahren wegen Menschenrechtsverletzungen eingeleitet.

Hier finden Sie den Aufruf für internationale Beobachtung Menschenrechte in Chile aus Temuco und hier die Berichte des Observatorio Ciudadano und von amnesty international zum Thema.

Wir empfehlen außer dem Beitrag von Claudia Maldonado und David Foitzick in der Zeitschrift Pleyade.